Pflegenachweis

Damit die Qualität der häuslichen Pflege bei Bezug von Pflegegeld gesichert bleibt, Defizite frühzeitig erkannt und ihnen entgegengewirkt werden kann, werden Pflegebedürftige, die ausschließlich die Geldleistung beziehen, verpflichtet, in regelmäßigen Abständen einen Pflegeeinsatz durch eine Pflegeeinrichtung abzurufen, mit der die Pflegekasse einen Versorgungsvertrag geschlossen hat.
Die Pflegefachkraft, die beispielsweise frühzeitig eine gesundheitliche Überforderung der Pflegeperson feststellt, kann durch Beratung und Hilfestellung, durch Hinweise auf Pflegekurse, Tagespflege usw. auf eine Entlastung der Pflegeperson hinwirken und damit im Einzelfall weiterhin häusliche Pflege ermöglichen. Die Einsätze dienen damit auch dem Schutz der Pflegeperson.

Bei Pflegegrad 1 ist dieser Pflegeeinsatz optional, ab Pflegegrad 2 verpflichtend vorgeschrieben. Die Beratungsbesuche sind halbjährlich (Pflegegrad 1-3) bzw. vierteljährlich (Pflegegrad 4-5) abzurufen. Die Kosten betragen 23 € (Pflegegrad 1-3) bzw. 33 € (Pflegegrad 4-5) und werden von der Pflegeversicherung getragen. Kommt der Pflegebedürftige seiner Nachweispflicht nicht nach, wird das Pflegegeld gekürzt.